Weihnachtsgeld-/Urlaubsgeld-Rechner — Netto-Auszahlung überschlagen
Sonderzahlung brutto eingeben und die ungefähre Netto-Auszahlung nach Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag, Kirchensteuer und Sozialversicherungsbeiträgen sehen — inklusive Beitragsbemessungsgrenzen-Prüfung.
Angaben zur Sonderzahlung
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So wird gerechnet
Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld und andere einmalige Sonderzahlungen gelten steuerlich als „sonstige Bezüge" und werden nach dem Hochrechnungsverfahren des § 39b Abs. 3 EStG versteuert: Zuerst wird die Jahreslohnsteuer für das reguläre Jahresgehalt ohne Sonderzahlung ermittelt, danach dieselbe Rechnung mit der Sonderzahlung obendrauf. Die Differenz beider Beträge ist die Lohnsteuer, die konkret auf die Sonderzahlung entfällt — nach demselben Prinzip werden Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer berechnet. Die Sozialversicherungsbeiträge (Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung) fallen auf die Sonderzahlung nur an, soweit reguläres Monatsbrutto und Sonderzahlung zusammen die jeweilige monatliche Beitragsbemessungsgrenze nicht bereits überschreiten — bei einem bereits hohen Monatsgehalt reduziert sich dieser Abzug entsprechend oder entfällt teilweise ganz. Privat Krankenversicherte zahlen auf die Sonderzahlung keinen einkommensabhängigen Beitrag, da ihre Prämie unabhängig vom Gehalt ist.
Häufige Fragen
Wie wird Weihnachtsgeld oder Urlaubsgeld versteuert?
Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld gelten steuerlich als sonstige Bezüge und werden nach § 39b Abs. 3 EStG mit dem Hochrechnungsverfahren versteuert: die Lohnsteuer wird einmal für das Jahresgehalt ohne und einmal mit der Sonderzahlung berechnet, die Differenz ist die Lohnsteuer auf die Sonderzahlung. Dadurch fällt der Steuersatz auf die Sonderzahlung oft höher aus als auf das laufende Monatsgehalt.
Fallen auf Weihnachtsgeld auch Sozialversicherungsbeiträge an?
Ja, sofern gesetzlich krankenversichert und die Beitragsbemessungsgrenzen des jeweiligen Monats nicht bereits ausgeschöpft sind. Liegt das reguläre Monatsbrutto bereits nahe der oder über der Beitragsbemessungsgrenze, reduziert sich der Sozialversicherungsabzug auf die Sonderzahlung entsprechend oder entfällt teilweise ganz.
Warum ist der Steuerabzug auf Weihnachtsgeld oft höher als auf das normale Gehalt?
Weil das Hochrechnungsverfahren die Sonderzahlung wie zusätzliches Jahreseinkommen behandelt und dadurch anteilig in einen höheren Grenzsteuersatz des progressiven Einkommensteuertarifs hineinrutscht, auch wenn das Monatsgehalt selbst unverändert bleibt.
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Vereinfachte Modellrechnung (Hochrechnungsverfahren § 39b Abs. 3 EStG, SolZG 1995, § 51a EStG, SGB IV/V/VI/XI), ohne Berücksichtigung individueller Freibeträge, Lohnsteuerabzugsmerkmale oder betrieblicher Besonderheiten. Dieses Tool ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung.